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21 January 1900 00:00:00

 

Minijobber

 

Mehrarbeit für Altersrente verwenden
Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.


Wovon soll ein Minijobber mit geringem Einkommen den Aufwand für eine zusätzliche Altersvorsorge finanzieren? Eine Lösung bietet die betriebliche Altersvorsorge:
Der Minijobber vereinbart mit seinem Arbeitgeber eine Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit, beispielsweise zwei Stunden. Im Gegenzug verschafft der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter als Ausgleich für die Mehrarbeit eine zusätzliche Altersversorgung. Das rechnet sich für Arbeitgeber und Arbeit-nehmer. Beide profitieren direkt von steuerlichen- und weiteren Vorteilen:

 

Vorteile für den Arbeitnehmer/Minijobber: Der Arbeitnehmer erhält mit der minijobrente eine unverfallbare, pfändungs- und Hartz IV-sichere sowie abgabenfreie Altersvorsorge. Der Status als geringfügig Beschäftigter bleibt erhalten. Im Ergebnis erhalten 400-Euro-Kräfte durch einen minijobrenten - Versorgungsbeitrag von z.B. 80 bis 100 € monatlich, was rund zwei bis vier Stunden wöchentlicher Mehrarbeit entspricht, eine spürbare Verbesserung ihrer Altersvorsorgeansprüche (Beitragshöchstgrenze liegt bei 224 € pro Monat, entspricht 4% der Beitragsbemessungsgrenze) -


Mehr Rente für Minijobber:
Eine Arbeitnehmerin (Einkommen 400 €, Arbeitszeit 40 Stunden im Monat), Alter 35 Jahre, 2 Kinder, erzielt bis zum Alter 67 ohne minijobrente einen Rentenanspruch von rund 100 € (pro Jahr 3,12 €). Mit minijobrente  (Einkommen 400 Euro plus 120 Euro betriebliche Altersvorsorge, Arbeitszeit nun 52 Stunden im Monat) wird schon eine Rentenauszahlung von 450 € monatlich erzielt. Am besten schneiden Minijobber ab, die die minijobrente mit den Riestermöglichkeiten kombinieren. Im vorgenannten Beispiel wird dann sogar eine Rente von 600 € erreicht. Der Status als Minijobber mit Sozialversicherungsfreiheit bleibt in beiden Fällen erhalten. Der Altersvorsorgevertrag kann bei Arbeitsplatz- oder Statuswechsel übertragen werden.

 

Vorteile für den Arbeitgeber: Grundsätzlich ist im System minijobrente – Zeit für mehr Rente – jede Stunde Mehrarbeit mit 30% weniger Kosten belastet (Lohnflussverschiebung – dadurch steuer- und sozialabgabenfrei). Die Beiträge sind zu 100% Betriebsausgaben. Im Ergebnis sinken die durchschnittlichen Lohnkosten. Die Produktivität wird durch die vereinbarte Mehrarbeit erhöht, die Effizienz bei Kapazitätsplanung und Einsatz von Mitarbeitern gesteigert. Nicht zuletzt wird das Beschäftigungsverhältnis attraktiver und Mitarbeiter können so zusätzlich motiviert und besser an das eigene Unternehmen gebunden werden, das sich als sozial verantwortungsbewusster Arbeitgeber mit innovativem Vergütungsmodell positioniert.

 

Rund 6,8 Millionen Beschäftigte hatten bisher weder zur abgaben- und steuerfreien betrieblichen Altersversorgung einen Zugang noch in der Regel zur zulagengeförderten Riesterversorgung. Beides lässt sich wie beschrieben elegant kombinieren.

Drei wichtige Aspekte gibt es beim Abschluss einer minijobrente von vorn herein zu beachten:
1. Handelt es sich um eine dauerhafte arbeitsvertragliche Beziehung?
2. Besteht von beiden Seiten (Arbeitgeber, Arbeitnehmer) der Wunsch und die Bereitschaft mehr Arbeitszeit für eine betriebliche Altersvorsorge zu investieren?
3. Für die Wahl des richtigen Durchführungsweges ist zu beachten, ob der Minijobber im 1. oder 2. Beschäftigungsverhältnis tätig ist.

Es lohnt sich also zu prüfen, ob die Voraussetzungen zum Abschluss einer minijobrente vorliegen.

 

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